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Was ist eine Landingpage?

Von Hannes Bürger am Feb 22, 2021 10:40:42 AM

Das Wort Landingpage kommt aus dem Englischen und bedeutet „Landeseite oder Zielseite“. Sie ist vereinfacht die Seite, auf der Ihr Besucher landet, wenn er etwas angeklickt hat, um nähere Infos zu einer Sache zu bekommen. Das kann ein Link in einer Email oder ein Button auf einer Website sein. Die Landingpage stellt außerdem im Funnel Marketing das 'Ende' des Sales Funnel (zu Deutsch Verkaufstrichter) dar.

Was sind die Ziele einer Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Marketingseite, die Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt vorstellt und eine Antwort auf eine bestimmte Nutzeraktion gibt. Sie kann auch dazu dienen, Kontaktdaten von Interessenten zu bekommen oder für das Online Verkaufen. Der Fokus liegt immer auf einer speziellen Kampagne. Die Marketingpage gehört zum sogenannten Inbound Marketing, einer Marketingform, bei der Ihr potenzieller Kunde selbst Interesse an einem Produkt zeigt und mehr darüber wissen möchte. Das Gegenteil ist Outbound Marketing, das traditionell auf Kundenstörung basiert und ihn ungefragt mit Werbung beliefert.

Welche Arten von Landingpages gibt es?

Im Allgemeinen unterscheidet man 3 Formen:

1. Als einfache Unterseite der Homepage: Sie ist schnell und einfach hergestellt. Nachteilig sind die vorhandene Navigation und Elemente im Fußbereich, die Besucher ablenken.

2. Als Opt-in Page: Dabei fokussiert sich die Seite auf das Sammeln von Kontaktdaten (to opt bedeutet, dass der Nutzer einer Option aktiv zustimmen muss).

3. Als Click-Through Page: Mit dieser Art der Marketingpage soll potenziellen Kunden das Angebot durch zusätzliche Erläuterungen schmackhaft gemacht werden.

Wie rufen Nutzer Landingpages auf?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Links dazu anzubieten. Einige sind:

1. Newsletter: Sie sind sehr beliebt, da sich die Kunden dazu freiwillig eintragen und Werbung einfach verteilt werden kann.

2. E-Mail-Marketing: In die versendeten Nachrichten an vorhandene Mail-Adressen von Kunden werden Links verknüpft, beispielsweise zu neuen Produkten.

3. Links oder Aufrufe in den sozialen Medien: Durch Berichte auf Facebook, Instagram & Co können Interessierte direkt zu Ihrer passenden Seite geführt werden.

Welche Vorteile haben Landingpages?

1. Sie bringen Ihnen mehr Traffic, das heißt mehr Webseiten-Besucher. Ist Ihre Zielseite gut erstellt, steht sie im Ranking von Suchmaschinen weiter oben und bringt Ihrer Seite mehr Klicks und damit potenzielle Kunden.

2. Sie dienen der Leadgenerierung, das heißt mehr Kontakte zu Kunden. Studien zeigen, dass Firmen mithilfe von Landeseiten mehr Leads generieren können, je mehr Marketingpages desto besser.

3. Sie bringen Ihnen mehr Sales, das heißt mehr Verkäufe, also mehr Umsatz.

Was macht eine gute Landingpage aus?

Wenn Sie die Conversion Ihrer Seite erhöhen wollen, das heißt, dass möglichst viele Ihrer Besucher auch zu zahlenden Kunden werden, sollten Sie beim Landingpage erstellen auf einige Regeln achten. Bei gut gestalteten Zielseiten ist der gebotene Mehrwert oder die spezielle Produktbotschaft perfekt auf die Bedürfnisse der Besucher abgestimmt. Der Leser fühlt sich sofort inhaltlich angesprochen und ermuntert, weiter aktiv zu werden. Dazu ist eine ansprechende und strukturierte Gestaltung wichtig, die das Wesentliche in den Mittelpunkt stellt. Durch ein gut platziertes Call-To-Action Element wird der Seitenbesucher animiert, eine Aktion auszuführen.

Welche Elemente sind für eine gute Seite wichtig?

1. Kurze Ladezeit

Um Abbruchraten durch zu lange Ladezeiten zu vermeiden, verwenden Sie nur kompaktes, gut komprimiertes Bildmaterial. Überfrachten Sie die Seite nicht mit zu viel Schnickschnack, der die Ladezeit verlängert. Achten Sie darauf, dass alle Plug-ins auf dem neuesten technischen Stand sind.

2. Knackige relevante Headline

Ähnlich wie eine Schlagzeile auf einer Zeitungsseite am Kiosk, entscheidet eine aussagekräftige Überschrift darüber, ob der Leser interessiert hängen bleibt oder nicht. Eine Headline muss kurz und bündig über die zentrale Botschaft Ihrer Seite informieren und dem Besucher zeigen, dass er genau hier das Gesuchte findet.

3. Gute optische Struktur

Weniger ist in diesem Fall mehr. Durch eine übersichtliche klare Struktur bieten Sie dem Besucher genau die Informationen und Angebote, die er möchte, ohne lange zu scrollen oder zu suchen. Alle Elemente sollten auf jedem Endgerät im sichtbaren Bereich sein.

4. Gute inhaltliche Struktur

Nach der Headline hilft ein sogenannter Teaser, also ein Themenanreißer, schnell die wesentlichen Bestandteile des Informationsangebotes zu erfassen. Zwischenüberschriften unterstützen beim Lesen. Vermeiden Sie zu viele und zu lange Fließtexte. Sie werden erfahrungsgemäß nicht vollständig gelesen, sondern bergen eher die Gefahr, dass man die Seite vorzeitig verlässt. Aussagekräftige Bilder, Grafiken oder Tabellen lockern auf.

5. Korrekter Sprachstil

Das fehlerfreie und grammatikalisch korrekte Texten stellt ein Qualitätsmerkmal dar. Die Inhalte sollten der Zielgruppe angepasst formuliert sein und die Leser direkt ansprechen.

6. Gut sichtbarer Call-To-Action

Einer der wichtigsten Bestandteile der Zielseite ist ein ins Auge springender Call-To-Action. Auf jeden Fall sollten Sie die Aufforderung typografisch hervorheben, besser noch als eigenen Button gestalten, damit sie sich vom restlichen Design abhebt.

Fazit und Tipps für Landingpages

Gute Landingpages sind essenziell wichtig, wenn Sie spontane Besucher in Leads umwandeln möchten. Schlechte dagegen enttäuschen und haben eine hohe Absprungrate zur Folge. Wichtig beim Landingpage erstellen ist, sie nicht nur einmalig perfekt zu designen, sondern sie kontinuierlich zu optimieren und auch zu testen. Eine Seite, die heute einwandfrei funktioniert, kann durch ein Browserupdate plötzlich Probleme bereiten. Und damit ist das gewünschte Ziel Ihrer Landingpage, nämlich Conversion zu steigern, dahin.

Hannes Bürger

Geschrieben von Hannes Bürger